Plug-&-Play Technikstationen aus Dänemark mit Schlüsselfunktion beim deutschen Glasfaserausbau

Die WEMACOM Breitband GmbH versorgt Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit Breitband. Mit Blick auf den Ausbau des Glasfasernetzes für Privathaushalte und Unternehmen verfolgt das Unternehmen eine ehrgeizige Strategie. Das Vorhaben ist in Deutschland eines der größten seiner Art, und das dänische Unternehmen Priess A/S nimmt dabei eine Schlüsselfunktion ein: Liefert es doch die Plug-&-Play-Versorgungsstationen und ist somit maßgeblich am Erfolg des Projekts beteiligt.

Der progressive Breitbandanbieter WEMACOM will den digitalen Wandel in seiner Region ankurbeln. Während des Lockdowns in der Corona-Pandemie ist der Bedarf an schnellem Internet rasant gestiegen. Das Vorhaben ist in vier Teilprojekte untergliedert und soll 2025 abgeschlossen sein.

5.000 km Netzwerk werden im Rahmen des Projekts erdverlegt. In Westmecklenburg und in Schwerin sei geplant, 22.000 km Glasfaserkabel für Unternehmen und Privathaushalte zu verlegen, erläutert Volker Buck, Direktor der WEMACOM Breitband GmbH.

Kunde

WEMACOM GmbH

Installationsadresse

Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, Deutschland

WEMACOM Breitband ist ein Unternehmen der WEMACOM AG. Das Unternehmen ist ein regionaler Anbieter von Strom und Telekommunikation in Westmecklenburg und in Schwerin, wo es für den Ausbau des Glasfasernetzes zuständig ist.

Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern und die Bundesregierung fördern das Unterfangen, um der Entwicklung einer nachhaltigen digitalen Infrastruktur neue Impulse zu geben. Das Projekt zählt zu den größten seiner Art in Deutschland und ist ein Meilenstein beim Ausbau der digitalen Infrastruktur in Mecklenburg und Schwerin.
In Deutschland liegt die Breitbandabdeckung bei gerade einmal 17 %, weshalb die Bundesregierung in Berlin 40 Milliarden Euro für den Ausbau des Breitbandnetzes bereitgestellt hat. Dieser Ausbau ist zwingend notwendig – entsprechend groß ist auch der politische Wille, den Worten Taten folgen zu lassen.

Geschwindigkeit als Schlüssel zum Erfolg

Schnelligkeit und Flexibilität sind beim Ausbau von Glasfasernetzen entscheidend, da die Bedürfnisse der Kunden einer dynamischen Entwicklung unterliegen. Wichtige Knotenpunkte sind dabei die vielen Versorgungsstationen, an denen das Signal vom durchgehenden Glasfaser-Backbone zu den einzelnen Endverbrauchern und Unternehmen geteilt wird.

„Wir haben nach einer Lösung gesucht, bei der die Station als Plug-&-Play-System fungiert, sodass wir nur noch die Stromzufuhr und die Glasfaserkabel bereitstellen müssen“, sagt Volker Buck.

Wie sich herausstellte, konnte das dänische Unternehmen Priess A/S in Vinderup dafür eine perfekte Lösung anbieten. Die Versorgungsstationen von Priess werden schlüsselfertig auf einem LKW angeliefert. Der Kunde braucht nur noch dafür zu sorgen, dass die entsprechenden Installationen an die Station angeschlossen werden und dass das Technikhaus auf einem festen Sandkissen stehen kann.

„Das Werk in Vinderup liefert die Station fertig montiert, inklusive Elektroinstallationen, ODF-Racks, aktive Racks, Kühlsystem und Faserführungen“, wie Torben Engmann Kristensen erläutert. Er zeichnet bei Priess A/S als Produktmanager für diese Technik-Häuser verantwortlich.

„Die Versorgungsstationen von Priess kann man flexibel überall platzieren. Ihre Inbetriebnahme ist einfach, da sie schlüsselfertig übergeben werden“, sagt Marco Angelini vom Systemanbieter Fr. August Behrens. Die Firma ist der Vertriebspartner für die Priess-Technologie auf dem deutschen Markt. Behrens ist zugleich für den Gesamtauftrag der vorgefertigten Versorgungsstationen an WEMACOM zuständig.

Seit WEMACOM 2017 mit dem Glasfaserausbau begann, hat Priess mehr als 60 Technik-Stationen geliefert. Insgesamt sind 130 Stationen vorgesehen. Die Technik-Häuser haben eine Abmessung von 2,55 x 5,35 x 3,00 m. Sie sind mit Stahlplatten in Sandwich-Bauweise konstruiert worden und mit 100 mm Dämmung in den Wänden versehen.

Leichtbau kontra Beton

Eine Alternative zum Priess-Technikgebäude ist die herkömmliche Bauweise aus Beton. Es ist ein wesentlich aufwändigeres Verfahren, da es normalerweise ein halbes Jahr dauert, diese Stationen zu errichten. Wir können unsere Häuser in der Hälfte der Zeit liefern“, sagt Marco Angelini.
Dabei sei die Beton-Alternative teurer, argumentiert er. Bislang aber sei es schwierig gewesen, die Tradition des deutschen Marktes zu durchbrechen. Dort herrscht die allgemein verbreitete Auffassung, Beton sei gleichzusetzen mit Qualität. Die Leichtbauweise der Plug-&-Play-Technologie indes stellt diese Auffassung auf den Prüfstand.

Kriterien: Qualität und Flexibilität

„Wir haben uns wegen des Gesamtangebots und der Qualität für die Technik-Stationen von Priess entschieden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt – auch im Vergleich mit anderen Lösungen. Uns hat vor allem die durchdachte Lösung, die Qualität bei der Lieferung und die Flexibilität beeindruckt“, betont Volker Buck von WEMACOM Breitband.
„Auch das Feedback unserer Mitarbeiter ist überaus positiv. Das System funktioniert gut, und die Stationen sind für unsere Techniker leicht zu bedienen. Auch hat sich die Zusammenarbeit mit Priess und Fr. August Behrens bewährt, sogar während der Corona-Pandemie“, ergänzt er.

Wie Torben Engmann Kristensen von Priess verrät, beginnt er den Prozess stets damit, die Technik für die Kabine nach den Wünschen des Kunden zu gestalten – gepaart mit der langjährigen Erfahrung von Priess beim Einrichten von Technikhäusern. Erst wenn diese Aufgabe vollbracht ist, wird das Gehäuse entworfen.

Im Alltag nie weit weg

Volker Buck sieht die 300-400 km Entfernung zum Werk in Vinderup nicht als Hindernis der Kooperation. Das Gegenteil ist der Fall: Der Dialog sei vorbildlich.

Alle 14 Tage besprechen die Kooperationspartner aktuelle Themen online in Teams-Sitzungen. Mitarbeiter von Priess und Fr. August Behrens GmbH sind zudem bei WEMACOM vor Ort, wenn es mal Probleme gab.

In den kommenden Jahren wird der Ausbau des WEMACOM-Glasfasernetzes fortgesetzt. Dafür ist ebenfalls die Lieferung einer größeren Anzahl von Technik-Stationen aus dem Hause Priess geplant. Wie viele Stationen Priess liefern wird, steht derzeit nicht fest, da sich das Projekt dynamisch entwickelt und immer mehr Kunden einen Breitbandanschluss wünschen.

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    Jan Danesfeldt
    Key Account Manager
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